Die Grundlage für die Züchtung von Hanfpflanzen, die nur Samen mit weiblichen X-Chromosomen hervorbringen erhält man durch die hormonelle Behandlung einer weiblichen Pflanze mit dem Phytohormon Gibberellinsäure, dass sie dazu bringt männliche Blüten zu produzieren, deren Pollen aber aus Doppel-X-Chromosomenpaaren bestehen. Bestäubt nun diese Pflanze eine andere weibliche, so erhält man mit absoluter Sicherheit weibliche Hanfsamen, hat also Hanfsamen feminisiert. So viel sei über die Art und Weise der Herstellung gesagt.
Wieso Hanfsamen feminisieren?
Warum aber sollte man das tun? Welchen Nutzen kann der Hanfzüchter, auch „Grower“ genannt, daraus ziehen?
Vorweggenommen, männliche Pflanzen haben einen deutlich niedrigeren Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) als weibliche. Legt man nun also Wert auf eine hohe Konzentration dieses psychoaktiven Wirkstoffs in den Blütenständen und Blättern, dann züchtet man vornehmlich weibliche. Hat nun ein Züchter Hanfsamen feminisiert, so entgeht er der Gefahr, dass auch männliche Pflanzen wachsen und somit der Ertrag geschmälert werden würde; zum einen einzig und allein dadurch, dass sie da sind und fast kein THC enthalten, und zum anderen, weil sie die weiblichen Pflanzen bestäuben würden, und diese dann weniger Energie für die Produktion von Harz (THC-reiche Absonderung) aufwenden würden, sondern eher für die Ausbildung von Blüten und Samen, von denen der Züchter keinen Nutzen hat.
Mit der Feminisierung von Hanfsamen dürfte für viele „Grower“ und Canabis-Konsumenten ein Traum in Erfüllung gegangen und die Angst vor einer schlechten Ernte drastisch gesunken sein. Feminisierte Samen werden die Zukunft sein. Dies zeigt sich schon deutlich auf entsprechenden Foren und Seiten im Internet, wo sie in den höchsten Tönen gepriesen werden, obwohl es noch einige Skeptiker unter den Cannabis-Liebhabern gibt.
No Comment